KAB-Stadtverband
Werne


Diskussion mit Kommunalpolitikern: 19.03.2007

Radstation zu teuer


Werne - Zum dritten Mal hatte der KAB-Stadtverband am Montagabend 

zur Podiumsdiskussion mit den fünf Fraktionen des Werner Rates und 

Bürgermeister Rainer Tappe ins Pfarrheim Maria Frieden geladen.

Etwa 60 Interessierte folgten der Diskussion zur "Halbzeit" der Legislatur-

periode des Rates. Familien- und Haushaltspolitik standen im Mittelpunkt 

der Debatte, die von Hans Dieter Bennemann und Adolf Klein vom KAB-

Stadtverband geleitet wurde.

Familiennetzwerk

In Sachen Familienpolitik warb FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph 

Dammermann mit dem Slogan "Werne ist die Stadt der kurzen Beine!" 

für die Förderung von Familien mit Kindern. Die Politik des Rates kritisierte 

er in diesem Bereich als unzureichend. Paul-Heinz Kranemann (CDU) 

betonte, dass es ein zentrales Familiennetzwerk geben werde und auch 

die Kindergartenbeiträge nicht erhöht würden. Des Weiteren plädierte er 

für die Betreuung unter Drei-Jähriger, damit die Vereinbarkeit von Familie 

und Beruf gesichert sei. Der Fraktionsvorsitzende der UWW, Burkhard 

Jankowski, ging auf die Baulandpreise ein, die weiter gesenkt werden 

müssten und griff das Problem der fehlenden Möglichkeiten der Freizeitge-

staltung für Kinder und Jugendliche auf.

Karl-Friedrich Ostholt, Fraktionsvorsitzender der SPD, machte auf das 

Problem der zurückgehenden Bevölkerungszahlen aufmerksam, die es 

aufzuhalten gelte: "Wir können die Geburtenzahlen nicht erhöhen, aber wir 

können versuchen Eltern mit Kindern nach Werne zu bringen." Dem pflichtete 

der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Reiner Wald, bei, und ergänzte, dass 

es in heute wichtig sei, den Familienbegriff weit zu fassen und auch Alleiner-

ziehende oder Senioren mit einzubeziehen.

Prestigeobjekt Bad

In der Diskussion kritisierten die Bürger vor allem den Bau der Radstation am 

Bahnhof, die zu viel Geld verschlungen habe. Bürgermeister Tappe gab zu, 

dass sich über die Dimension streiten lasse, es sich aber um eine gute Sache 

handle und der Bau nicht mehr abgebrochen werden konnte. "Das einzige 

Prestigeobjekt, das wir uns leisten, ist das Solebad", stimmte Kranemann 

dem Bürgermeister zu. Ostholt erklärte, dass es unbedingt erhalten werden 

müsse, weil sich die ganze Stadt über das Bad identifiziere. - jahu

20. März 2007 | Quelle:                                                        Seitenanfang
Quelle: Ruhr Nachrichten                               zurück