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KAB-Stadtverband Werne |
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Werne - Zum dritten Mal hatte der KAB-Stadtverband am Montagabend
zur Podiumsdiskussion mit den fünf Fraktionen des Werner Rates und
Bürgermeister Rainer Tappe ins
Pfarrheim Maria Frieden geladen.
Etwa 60 Interessierte folgten der Diskussion zur "Halbzeit" der Legislatur-
periode des Rates. Familien- und Haushaltspolitik standen im Mittelpunkt
der Debatte, die von Hans Dieter Bennemann und Adolf Klein vom KAB-
Stadtverband geleitet wurde.
Familiennetzwerk
In Sachen Familienpolitik warb FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph
Dammermann mit dem Slogan "Werne ist die Stadt der kurzen Beine!"
für die Förderung von Familien mit Kindern. Die Politik des Rates kritisierte
er in diesem Bereich als unzureichend. Paul-Heinz Kranemann (CDU)
betonte, dass es ein zentrales Familiennetzwerk geben werde und auch
die Kindergartenbeiträge nicht erhöht würden. Des Weiteren plädierte er
für die Betreuung unter Drei-Jähriger, damit die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf gesichert sei. Der Fraktionsvorsitzende der UWW, Burkhard
Jankowski, ging auf die Baulandpreise ein, die weiter gesenkt werden
müssten und griff das Problem der fehlenden Möglichkeiten der Freizeitge-
staltung für Kinder und
Jugendliche auf.
Karl-Friedrich Ostholt, Fraktionsvorsitzender der SPD, machte auf das
Problem der zurückgehenden Bevölkerungszahlen aufmerksam, die es
aufzuhalten gelte: "Wir können die Geburtenzahlen nicht erhöhen, aber wir
können versuchen Eltern mit Kindern nach Werne zu bringen." Dem pflichtete
der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Reiner Wald, bei, und ergänzte, dass
es in heute wichtig sei, den Familienbegriff weit zu fassen und auch Alleiner-
ziehende oder Senioren mit
einzubeziehen.
Prestigeobjekt Bad
In der Diskussion kritisierten die Bürger vor allem den Bau der Radstation am
Bahnhof, die zu viel Geld verschlungen habe. Bürgermeister Tappe gab zu,
dass sich über die Dimension streiten lasse, es sich aber um eine gute Sache
handle und der Bau nicht mehr abgebrochen werden konnte. "Das einzige
Prestigeobjekt, das wir uns leisten, ist das Solebad", stimmte Kranemann
dem Bürgermeister zu. Ostholt erklärte, dass es unbedingt erhalten werden
müsse, weil sich die ganze Stadt über das Bad identifiziere. - jahu